Xinghe wartet nicht auf Cui Mings Gegenschlag. Am nächsten Tag fährt sie in ein Fischerdorf am nördlichen Anleger, um Xiao Mo zu suchen.
Er hat einst King Kong Internet Security entwickelt. Cui Ming hat sich den Quellcode, die Firma und den Ruhm angeeignet. Dem wahren Entwickler hat er Schulden, ein abgebranntes Haus und eine kranke Schwester gelassen.
Xiao Mo lebt in einem Zimmer, in dem Armut längst kein Umstand mehr ist, sondern die Einrichtung. Xinghe begleicht seine dringenden Schulden in Höhe von zwanzigtausend Yuan und schlägt ihm anschließend vor, einen Menschen zu töten.
Er wird blass.
„Ich bin kein Mörder.“
„Nicht einmal für Ihre Schwester?“
„Nein.“
Xinghe nennt Cui Mings Namen. Xiao Mos Blick verändert sich.
„Ihn schon.“
„Jetzt glaube ich Ihnen“, sagt sie. „Aber Sie müssen niemanden töten.“
Sie braucht keinen Auftragsmörder, sondern einen Mann, der sich nicht an den Erstbesten verkauft und alle Schwachstellen des gestohlenen Programms kennt. Xiao Mo erfüllt beide Voraussetzungen, auch wenn sich die zweite früher herausgestellt hat als die erste.
Bevor Xinghe geht, lässt sie Geld und die Adresse der Villa zurück. Am nächsten Tag soll er seine kranke Schwester mitbringen.
Damit hat Xinghe einen Verbündeten mit dem Quellcode und einer offenen Rechnung. Cui Ming besitzt vorerst noch die Firma. Dieses Missverständnis wollen sie korrigieren.
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