Als Cui Min nach Hause kommt, findet er dort Wu Shuang und endlich auch eine Schuldige für seine eigene Niederlage. Er schreit, ihr Hass habe ihn in diesen Krieg hineingezogen. Wu Shuang hört ihm zu und kann es nicht fassen: Die Frau, die sie ihr ganzes Leben lang für schwach und dumm gehalten hat, hat das Schutzprogramm von King Kong Internet Security ausgehebelt, der Firma den Vertrag genommen und Cui Min seines gewohnten Einflusses beraubt.
Sie läuft zu ihrer Mutter. Wu Rong zieht einen einfachen Schluss: Wenn Xinghe sich nicht einschüchtern lässt, muss sie sterben.
Wu Rong braucht nicht lange nach dem Auftragsmörder mit dem Spitznamen Schwarze Drei zu suchen. Vor vielen Jahren hat genau dieser Mann den Unfall verursacht, bei dem Xinghes Vater ums Leben gekommen ist und sie ihr Gedächtnis eingebüßt hat. Nun setzt Wu Rong ihn erneut auf ihre Stieftochter an.
Xinghe erwartet den Angriff. Mubais Leute umstellen die Villa, während sie in einem Zimmer bleibt, das nur von einer Kerze erhellt wird. Schwarze Drei tritt selbstsicher ein: Wehrlose Opfer stellen gewöhnlich keine Fallen.
Während die Wachleute die Ausgänge abriegeln, bringt Xinghe den Mörder zum Reden. Er gesteht sowohl den damaligen Unfall als auch den neuen Auftrag. Im Keller nennt sie seinen richtigen Namen, Zhao Long, und erklärt ihm, warum Wu Rong ihn all die Jahre kontrollieren konnte.
Der Auftragsmörder hat Wu Shuang für seine Tochter gehalten. Er hat sie beschützt, für sie getötet und einem gefälschten Vaterschaftstest geglaubt. Xinghe hat Aufzeichnungen, Zahlungen an den Arzt und Beweise für den Betrug gefunden.
„Sie hat dich zehn Jahre lang benutzt“, sagt Xinghe. „Willst du es von ihr selbst hören?“
Wu Rong öffnet die Tür und sieht neben ihrer Stieftochter den Mann, den sie mit deren Ermordung beauftragt hat. Weil sie sofort eine Lüge erfinden muss, klingt diese besonders unglaubwürdig. Xinghe zeichnet ihr Geständnis auf. Als Wu Rong mit einem Messer auf sie losgeht, übt Zhao Long beinahe Selbstjustiz.
„Ein lebender Zeuge ist nützlicher als ein toter“, hält Xinghe ihn auf.
Die Polizei nimmt beide mit.
Wu Shuang kann entkommen und bittet ihren Mann um Schutz. Cui Min empfängt sie liebevoll, schlägt eine gemeinsame Flucht vor und überredet sie, das Familienvermögen ins Ausland zu überweisen. Dann schickt er seine Frau allein zum Flughafen und befiehlt seinen Leuten, unterwegs einen Unfall zu inszenieren. Er will das Erbe kassieren, Wu Shuang loswerden und ein neues Leben beginnen. In Cui Mins Plänen zeichnen sich Menschen grundsätzlich durch eine erfreulich praktische Sterblichkeit aus.
Noch am selben Tag kommen Xiao Mo, Mubais Leute und einer der festgenommenen Auftragsmörder zu ihm. Cui Min schießt Xiao Mo in die Schulter. Der reißt ihn zu Boden und schlägt so lange auf ihn ein, bis die Wachleute ihn wegziehen. Etwas länger, und er hätte dem Gericht erklären müssen, warum Gerechtigkeit wie Totschlag im Affekt aussieht.
Xinghe und Xia Zhi eilen ins Krankenhaus. Unterwegs holt ein Wagen mit Cui Mins Leuten sie ein. Xinghe kann ihren Bruder noch wegstoßen, wird aber selbst erfasst. Das Auto setzt zu einem zweiten Angriff an, doch Mubais Maybach rammt es.
Der Mörder wird aufgehalten. Mubai ist verletzt.
Als Xinghe nach dem Fieber wieder zu sich kommt, erfährt sie, dass Cui Min überlebt hat und in Untersuchungshaft sitzt. Wu Shuang überbringt sie eine andere Nachricht: Ihr fürsorglicher Ehemann wollte sie gleich nach der Überweisung des Geldes ins Grab schicken.
Wu Shuangs Hass auf Xinghe verschwindet nicht. Ihre Welt hat jetzt einfach einen Feind mehr und deutlich weniger Vernunft.
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