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Kapitel 26. Die Galaxy-Akademie

Xinghe schlägt vor, eine internationale technische Akademie zu eröffnen. Wenn fortschrittliches Wissen allen zugänglich wird, verliert es seinen Sinn, die Mondbewohner als einzige Quelle dieser Technologien festzuhalten. Der Präsident von Hua Xia und der Familienälteste Shen unterstützen den Plan. Mubai kauft für fünfhundert Millionen einen verlassenen Bildungskomplex und übernimmt sämtliche Kosten.

So entsteht die Galaxy-Akademie.

Auch Sam, Ali, Wolf und Cairn erhalten die Möglichkeit zu studieren. Früher haben ihre Fähigkeiten ihnen beim Überleben geholfen. Nun können sie daraus einen Beruf machen, was für die vier ungewohnter ist als jede Schießerei.

Die erste große Veranstaltung der Akademie ist eine Wissenschaftsolympiade in Informatik, Mathematik, Physik, Medizin und Wirtschaft. Junge Forscher und offizielle Delegationen aus aller Welt reisen nach Hua Xia. Der Erfolg der Akademie soll beweisen, dass der Austausch von Wissen mehr bringt als Abschottung. Doch zusammen mit den Gästen kommen auch Menschen in die Stadt, denen ein stärkeres Hua Xia schadet. Sie wollen Xinghe töten, die Zeremonie vereiteln und aus dem internationalen Wissenschaftsforum eine Katastrophe machen, für die Hua Xia verantwortlich gemacht werden soll.

Während der Preisverleihung verliert der Präsident plötzlich das Bewusstsein. Danach treten bei ausländischen Delegierten und Mitarbeitern ähnliche Symptome auf. Die Ärzte entdecken eine unbekannte ansteckende Krankheit, und Stadt A wird unter Quarantäne gestellt. Kurz darauf erkrankt Mubai. Xinghe darf sein Zimmer nur in einem Schutzanzug betreten und kann ihn sonst lediglich durch eine Glasscheibe sehen. Lu Qi versucht, eine Behandlung zu finden, doch der Erreger entspricht keinem bekannten Virus. Mit jedem neuen Fall wird deutlicher: Der Ausbruch ist im Voraus geplant worden, und als Schauplatz hat man bewusst einen Ort gewählt, an dem die Führungen mehrerer Staaten versammelt sind.

Tong Liang nutzt die Panik und ordnet an, Xinghe zu verhören. Sie behauptet, die Epidemie hänge mit den Menschen vom Mond zusammen, obwohl sie keine Beweise hat. Die Antwort findet sich auf Shi Jians Datenträger. In einem geschützten Bereich sind die Struktur des Virus und die Formel für ein Medikament gespeichert. Xinghe knackt den Code und übergibt die Daten an Lu Qi. Das Mittel wirkt: Die Infizierten erholen sich, darunter auch der Präsident und Mubai. Damit steht fest, dass die Mondwissenschaftler den Ausbruch nicht verursacht haben. Im Gegenteil, ihre hinterlassenen Forschungsergebnisse haben die Erkrankten gerettet.

Die Spuren führen die Ermittlungen zu Land W und Land C. Ihre Vertreter haben damit gerechnet, Hua Xia die Entwicklung einer biologischen Waffe vorwerfen, das Land schwächen und die Verbreitung neuer Technologien stoppen zu können. Xinghe wird zur offiziellen Vertreterin Hua Xias bei einer internationalen Pressekonferenz ernannt. Statt sich zu rechtfertigen, fordert sie Fakten und widerlegt Punkt für Punkt jede Anschuldigung. Die Journalisten erkennen, dass die Version der Gegner nur auf Vermutungen beruht, während Hua Xia über die Struktur des Virus, ein Medikament und eine bestätigte Abfolge der Ereignisse verfügt. Der Versuch, das Land öffentlich zu demütigen, scheitert.

Kurz nach der Genesung des Präsidenten versucht sein eigener Arzt, ihn zu töten. Der Angreifer wird festgenommen, kann seine Tat jedoch nicht schlüssig erklären. Nach Einschätzung der Fachleute hat der Arzt unter starker Suggestion gehandelt. Xinghe erinnert sich an Kai Li und vermutet, dass die Verschwörer Zugang zu Helan Yuans Methoden erhalten haben. Ihr Verdacht verstärkt sich, als Tong Tianrong, Tong Liangs Vater, die Leitung der Leibwache des Präsidenten übernimmt. Die Familie Tong kontrolliert den Zugang zum Staatsoberhaupt und versucht zugleich, die Krise zu nutzen, um ihren eigenen Kandidaten an die Macht zu bringen.

Die Wende kommt mit der Untersuchung von Tong Liangs Blut. Darin sind schon vor Beginn der offiziellen Impfkampagne Antikörper gegen das neue Virus vorhanden gewesen. Sie hat also im Voraus ein Schutzmittel erhalten und von der geplanten Epidemie gewusst. Danach nennen festgenommene Mitglieder der Verschwörung sie als Komplizin. Tong Liang bestreitet alles und versucht, die Untersuchungsergebnisse als Fälschung darzustellen, doch den Ermittlern liegen bereits mehrere voneinander unabhängige Beweise vor. Xinghe zweifelt nicht länger: Die Familie Tong arbeitet mit ausländischen Gegnern zusammen und hat vor, nach dem Tod des Präsidenten die Macht zu übernehmen.

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