Welitschko rief im Dezember an, selbst, in der Werkstatt.
Den Hörer nahm ich ab, und er entschuldigte sich zuerst lange, dass er in einer nichtdienstlichen Sache auf dem Diensttelefon anruft, und fragte dann, ob ich Igor holen könne. Ich holte ihn.
Sie sprachen etwa fünfzehn Minuten, und ich hörte nur Igor: „ja“, „und wie viel ist das“, „und zeitlich wie“, „und wie kommt man da hin“, „verstanden“, „nein, ich sage nicht nein“.
Dann legte er auf und blieb am Apparat stehen.
„Sie haben die Abteilung eröffnet“, sagte er. „Er ruft mich für ein halbes Jahr. Zur Probe.“
„Und du?“
„Und ich weiß es nicht.“
Am Abend sagte er kein Wort darüber, und am nächsten Tag auch nicht. Am dritten Tag hörte ich, wie er hinter der Trennwand mit Slawa sprach, und blieb im Durchgang stehen, die Quittungen in der Hand.
„Zweiundzwanzig Paar die Woche, schaffst du das?“, fragte Igor.
„Weiß ich nicht“, sagte Slawa ehrlich.
„Gut, dass du es nicht weißt. Und wenn es achtzehn sind?“
„Achtzehn schaffe ich. Wahrscheinlich.“
„‚Wahrscheinlich‘ nützt mir nichts. Denk bis Montag darüber nach und sag es mir gerade heraus.“
Am Montag sagte Slawa, achtzehn schaffe er, und für zweiundzwanzig brauche er jemanden für wenigstens zwei Tage die Woche.
Igor rechnete den ganzen Abend, was ein Mensch für zwei Tage kostet, und es kam heraus, dass er fast alles kostet, was wir an der Differenz verdienen, und noch ein wenig darüber.
„Es geht nicht auf“, sagte er.
„Für ein halbes Jahr geht es auf“, sagte ich. „Wenn ich mich für das Einfache an die Maschine stelle.“
Er sah mich an.
„Du kannst das nicht.“
„Absatzflecke kann ich. Ich sehe seit zwölf Jahren zu.“
Igor überlegte etwa zwei Minuten. Dann sagte er, die Absatzflecke könne ich meinetwegen, den Rahmen aber könne ich nicht und lerne ihn in zwei Wochen nicht, und beibringen werde es mir Slawa, und das werde ein Zirkus.
„Dann eben ein Zirkus.“
Er antwortete Welitschko am Donnerstag.
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