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REX WANG UND STYX

Kapitel 39. Der Schutzraum

Die Keller der Akademie sind für Bestienangriffe von außen gebaut worden.

Jetzt kommen die Bestien aus der Stadt.

Lenny öffnet die Nebentore und lässt die Bewohner der angrenzenden Viertel herein. Die Schüler holen Matratzen, Wasser und Verbandskästen aus den Klassenräumen. Der Rektor streitet nicht mehr über die Befehle der Gilde. Er sitzt am Handgenerator und hält mit eigener Kraft das Licht im Krankenflügel am Laufen.

Lily findet uns im Treppenhaus.

Sie umarmt mich und lässt mich gleich wieder los.

„Weißt du, wer ich bin?“

„Lily.“

„Und er?“

„Leon.“

Sie zeigt auf den roten Punkt an meinem Kragen.

Ich öffne den Mund.

Der Name ist weg.

Styx hebt ab. Durch unsere Verbindung kommt ein Bild: ein dunkler Keller, meine geschlossene Hand und die kleine Mücke, die ich vor Brutus versteckt habe.

„Styx“, sage ich.

Mit dem Schmerz kommt auch der Name zurück.

Mira untersucht unsere Pupillen und die Linien unserer Verbindung.

„Ihr habt zugelassen, dass das Netz Tausende fremde Abdrücke in euch speichert. Für so etwas ist ein menschliches Gehirn nicht gemacht.“

„Wie viele Fragen können wir noch senden?“

„Eine. Vielleicht zwei. Danach verlierst du keine Wörter mehr, sondern Menschen.“

Styx landet auf dem Tisch.

„Ich trage es.“

„Nein.“

„Ich bin größer.“

Sie meint ihre Gestalt als Königin der Scharlachschwingen. Den Kern. Die Tausenden Fäden in ihr. Aber ihr Körper zittert bereits unter den fremden Erinnerungen.

Ich lege meine Hand neben sie.

„Zusammen. Oder gar nicht.“

Hinter den Mauern der Akademie donnern die ersten Schläge.

Kane hat es nicht eilig, den Schutzraum zu zerstören. Er treibt die Bestien der Schüler voran. So müssen die Verteidiger sie entweder unterwerfen oder mit eigenen Händen töten.

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